Kolumne

Du fragst mich, was Glaube ist #37

In der 37. Ausgabe seiner Kolumne "Du fragst mich, was Glaube ist" findet Martin Kolozs deutliche Worte.

Der Glaube ist wertvoll

Diesmal möchte ich „Tacheles reden“ und nicht jedes Wort auf die Waagschale legen müssen; ich sage klipp und klar und ein- für allemal:

Der Glaube ist ein Wert, den es zu schätzen und zu bewahren gilt!

Eine Gesellschaft, die sich ihrer Glaubenstradition nicht mehr bewusst ist, und die ihre religiösen Wurzeln freiwillig beschneidet (oder schlimmstenfalls zur Gänze von sich abtrennt), verliert maßgeblich an Kontur und letzten Endes ihr tragendes Fundament.

Wer das nicht sieht bzw. nicht sehen möchte, ist auf (zumindest) einem Auge blind, während das andere einseitig auf Begriffe wie Demokratie, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Vernunft schielt.

Das Argument, Religion und Glaube stünden nämlich diesen „säkularen Werten“ diametral entgegen und wären trotz allem Bemühens nie und nimmer damit vereinbar, ist schlichtweg falsch; denn: Unser Wertesystem usw. basiert auf jenem christlich-religiösen Lehren und ihrer Tiefenschärfung durch den lebendigen (soll heißen: gelebten) Glauben.

Damit behaupte ich nicht, ein persönliches Leben ohne Religionsausübung wäre unmöglich (wenngleich ich es nicht befürworte), sondern sage nur, dass eine Gesellschaft, die den Glauben aus ihrem Blick verliert, ja, regelrecht verbannt, keine Perspektive mehr hat, sondern nur den Horizont sprengt und weiterhin ins Leere läuft.

Martin Kolozs, 30. August 2017

(Die nächste Folge erscheint zur Monatsmitte September 2017)